Sonntag, 29. März 2020

Liebe Freunde der „Sehnsucht-nach Mehr“- Andacht und Blog-Gäste,
hier kommt die Erinnerung an unsere Andacht im Oktober 2019 und es ist unfassbar, wie sich das Thema von damals auf unsere derzeitige Lage übertragen lässt.
Auf der einen Seite wird es Menschen geben, die gerne sagen würden: „Ich bin dann mal raus“, weil sie Situationen erleben, in die sie vorher nicht kamen, und Entscheidungen treffen müssen, die sie bisher nie treffen mussten. Oder aber sie sind Bedingungen ausgesetzt, die ihre eigene Gesundheit bedrohen, wenn sie z.B. in den Kliniken, Pflegeheimen oder an den Kassen des Einzelhandels arbeiten.
Auf der anderen Seite zwingt die derzeitige Situation uns alle – egal ob im Home-Office oder in der Schule zu Hause - ganz und gar auszusteigen. Neue Prioritäten zu setzen, alte - vielleicht schon ausgelatschte - Muster zu überprüfen ist das Gebot der Stunde, aber es bietet sich auch die Chance, umzudenken, neu zu planen und andere Wege zu suchen.
Unsere Kreativität und die Freude an Veränderungen sind derzeit besonders gefragt. Aber eigentlich fällt uns Menschen das überhaupt nicht leicht, denn wir halten uns an unseren Gewohnheiten fest. Sie geben uns Sicherheit und wenn wir sie plötzlich aufgeben müssen, macht uns das Angst…..
Ich bin dann mal raus!

Wer möchte, kann seine Ängste im folgenden Gebet zum Ausdruck bringen:
Freiheit
Du großer Gott, hilf mir hinaus,
hinaus aus meiner inneren Gefangenschaft
Befreie mich von meinen Sorgen und den
Ängsten, die gierig meine Lebenskraft verbrauchen,
sodass ich nur noch schwach und furchtsam bin.

Hilf mir, immer wieder neu aufzubrechen
Heraus aus meinen Ängsten, Begrenzungen und Sorgen.
Hilf mir, mich immer wieder neu aufzumachen,
das Alltägliche zu überschreiten und
neue Horizonte zu entdecken.

Hilf mir, den Aufbruch immer wieder neu zu wagen
Hinaus aus der Enge, hinein in die Weite, zu dir!
Mache mir Lust auf neue Wege und
Gib mir Mut und Gelassenheit mit ins Gepäck!

Hilf mir, mich immer wieder neu auf den Weg zu machen.
Und öffne du meine fest verschlossenen Türen
Für alles Gute, was schon lange anklopft.

Hilf mir, die Hoffnung nicht sterben zu lassen
Und die Sehnsucht wachzuhalten.
Führe du mich hinaus in die Freiheit!

(nach Holger Forssmann und Benedikt Werner Traut)
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Wir wünschen Euch weiterhin viel Kraft und Mut zu Veränderungen …...fühlt euch behütet und getröstet. Euer Team „ Sehnsucht nach MEHR“


Dienstag, 24. März 2020

Liebe Freunde der Andacht "Sehnsucht nach mehr"!

Wir haben uns überlegt, dass es eine gute Idee wäre, wenn wir Euch helfen, sich an die vergangenen Andachten zu erinnern. Ihr kennt das doch auch, dass man sich in schlechten Zeiten an schöne Zeiten erinnert, um sich Mut zu machen und besser zu fühlen. Wer nicht bei den Andachten dabei sein konnte, hat so die Chance zu sehen, was das Thema war.


1. Andacht "Sehnsucht nach Mehr" im September 2019:


Wasser des Lebens - umsonst!



Bernhard von Clairvaux, der als Mönch im 12. Jh. gelebt hat, gab einem Freund diesen Rat:

Wenn du vernünftig bis, erweise dich als Schale und nicht als Kanal,
der fast gleichzeitig empfängt und weitergibt,
während jene (also die Schale) wartet, bis sie gefüllt ist.
Auf diese Weise gibt sie (die Schale) das, was bei ihr überfließt ohne eigenen Schaden weiter.
Lerne auch du, nur aus der Fülle auszugießen und habe nicht den Wunsch,
freigiebiger zu sein als Gott.
Die Schale ahmt die Quelle nach. Erst wenn sie mit Wasser gesättigt ist,
strömt sie zum Fluss, wird sie zur See.
Du, tue das Gleiche! Zuerst anfüllen und dann ausgießen!
Die gütige und kluge Liebe ist gewohnt überzuströmen, nicht auszuströmen.
Ich möchte nicht reich werden, wenn du dabei leer wirst.
Wenn du nämlich mit dir selber schlecht umgehst, wem bist du dann gut?
Wenn du kannst, hilf mir aus deiner Fülle,
wenn nicht, schone dich.


Das heißt:
Tue nicht den zweiten Schritt vor dem ersten, laug‘ dich nicht ständig selber aus, klingt darin mit. Haushalte mit deinen Ressourcen, sei bereit zu empfangen….. und dann fließe gerne über und gib ab von dem, was du empfangen hast, wovon du erfüllt bist. Das ist gesünder, für dich und die anderen. Und es ist liebevoller im Umgang mit dir selbst und dem anderen, dem du abgibst von deiner Zeit, deiner Fülle.
Bernhard von Clairvaux hat Jesu Botschaft erkannt und auf den Punkt gebracht: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst! …. Wie dich selbst…..
(siehe Karin Berhalter, Wangen, Kath. Kirche in Kirche im SWR, 29.11.12)
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Alles war gut vorbereitet und ….


...der Tisch war gedeckt.

Samstag, 21. März 2020

Aus der ängstlichen Langeweile entsteht neue Energie...


...und die wird hier genutzt, um das Andachtsformat "Sehnsucht nach mehr...?" der evangelischen Kirchengemeinden Erlangen Neustadt und Altstadt fit für das 21. Jahrhundert zu machen...



Während Covid-19 uns alle zwingt, daheim zu bleiben, nutzen wir vom Team die Zeit, um Texte, Bilder und Ideen der letzten Andachten online zu stellen und Lust auf die kommenden zu machen.


Wer will, kann als Zeichen der Solidarität und als Zeichen der Hoffnung für die Menschen, die unter der Einsamkeit leiden, abends schon mal eine Kerze in sein Fenster stellen. Wir machen auf jeden Fall mit. 



Außerdem ruft die EKD dazu auf, dass jede und jeder von uns jeden Abend um 19h beim sogenannten "Balkonsingen" mitmacht. Stellt euch um 19h auf euren Balkon und singt oder spielt mit einem Instrument "Der Mond ist aufgegangen". Hier der Link: EKD Aktion "Balkonsingen" . (Man munkelt in einer Straße am Burgberg habe man ein Klavier das Lied um 19h schon spielen hören...)



Alles weitere folgt hier in Kürze :) Bleibt daheim und bleibt gesund!





Euer Andachtsteam von "Sehnsucht nach Mehr...?"